Liebe Freundinnen und Freunde des Keine Knete trotzdem Fete Festivals!


Leider müssen wir euch mitteilen, dass im Jahr 2020 unser Festival nicht wie gewohnt stattfinden kann.


Die Gründe sind vielfältig. Wir hoffen auf Euer Verständnis, dass wir diese nicht ins kleinste Detail öffentlich erläutern können.


Das Hauptproblem liegt bei den Nutzungsbedingungen des Geländes, auf dem das Festival seit 2012 stattfindet. Diese haben sich auf verschiedenen Ebenen für uns verschärft und wir sehen uns leider außerstande, die neuen Bedingungen zu erfüllen und gleichzeitig die Größe und Vielfalt unseres Festivals zu bewahren. Bei einer Nichtbeachtung wurde signalisiert, dass uns als Veranstalter*innen sowie den eigentlichen Pächter*innen des Geländes viel Ärger droht - auch rechtlich lässt sich da bis auf Weiteres leider nichts machen.


Einer der Gründe für die verschärften Nutzungsbedingungen ist die alljährliche, nächtliche Ruhestörung vieler Bewohner*innen Heimfelds durch unser Festival. Diese waren immer ein omnipräsentes Thema für uns: Jahr für Jahr haben wir versucht, die Lärmbelästigung ein Stück geringer zu halten, in dem unter anderem die Musikanlagen anders ausgerichtet oder eingestellt wurden. Leider kam es dennoch erneut zu Beschwerden. Das bedauern wir sehr, da es uns immer am Herzen lag, auch von den weniger festivalaffinen Bewohner*innen Heimfelds akzeptiert zu werden. Trotz dieser Problematik erreichte uns aber, mit deutlich überwiegender Mehrheit, jedes Mal eine äußerst positive Resonanz von unseren vielen Gästen aus dem Stadtteil.


Letztes Jahr gab es nach Lärmbeschwerden einen aus unserer Sicht völlig überzogenen Polizeieinsatz am Festivaleingang. Gäste wurden verletzt als die Polizei Schlagstöcke und Pfefferspray einsetzte. Wir als Veranstalter*innen wurden seitens der Polizei für die Eskalation verantwortlich gemacht, obwohl auf unserem Festival kein Mensch Interesse an einer gewaltsamen Auseinandersetzung mit der Polizei hatte. Anders als von der Polizei dargestellt, bestätigten mehrere Augenzeugen uns einheitlich, dass keine Gewalt oder Provokation von Festivalgästen oder Leuten aus unserer Crew ausging und viel mehr die Polizei von Anfang an sehr aggressiv auftrat. Diese Aktion war nicht die alleinige Ursache für die aktuellen Entwicklungen, brachte allerdings Vieles ins Rollen, was uns jetzt um die Ohren fliegt.


Wie wir nun weiter machen, wissen wir noch nicht genau. Wir sind nach wie vor motiviert, unsere Energie und Kreativität unentgeltich in unkommerzielle Veranstaltungen zu stecken. Sollte sich innerhalb der nächsten Monate ein alternatives Gelände finden, welches sich für unsere Zwecke eignet, kann das Festival vielleicht noch stattfinden. Das halten wir zwar für recht unrealistisch, aber wenn irgendwer eine Idee hat, immer her damit! Am liebsten würden wir natürlich im Hamburger Süden bleiben.


Ansonsten wird es 2020 auf jeden Fall kleinere Veranstaltungen von uns in Clubs und auf anderen Flächen geben - die Termine findet ihr hier auf unserer Homepage.